Tonhalle Zürich

The Tonhalle Zürich has been the home of the Tonhalle-Orchester Zürich since 1895. Having undergone a complete programme of renovation between 2017 and 2021, it has now been restored to its former glory.

Built at the turn of the 20th century, the Tonhalle has seen many changes in the course of its history. Partially demolished, the building was extended with the addition of the Kongresshaus; much of its original ornamentation was removed; its colourful decoration was toned down and then restored. However, the two concert halls remained substantially unchanged – which is particularly fortunate, as the Grosse Tonhalle is acoustically one of the world’s finest concert venues.

The entire complex is now classified as a historical monument. Thanks to the Zurich electorate, which in 2016 voted by a large majority in favour of a complete renovation, the venue now meets today’s varying requirements both in the auditorium and behind the scenes – and has been restored to its former glory. Following the renovation programme lasting from 2017 to 2021, the Grosse Tonhalle’s old tonal brilliance has also returned.

We are delighted to be able to work in this wonderful building!

Symposium zur Wiedereröffnung

Resonanzräume – Fellner & Helmer und der Konzertsaalbau um 1900

Do, 23. Sep 2021
Kleine Tonhalle, 18.00 Uhr (Festvortrag)

Fr, 24. Sept 2021
Vereinssaal 09.00 – 17.45 Uhr

Die Beiträge des Symposiums behandeln musik-, architektur und kunsthistorische sowie urbanistische und ästhetische Aspekte. Vorträge zu Konzertsaalbau und -restaurierung heute sowie zur Entwicklung der Konzertsaalorgel beleuchten besonders die Praxis.

Das Symposium ist kostenlos und für alle Interessierten frei zugänglich.
Aufgrund des Schutzkonzepts melden Sie sich bitte an: events@tonhalle.ch (Betreff: Symposium)

Mehr Informationen

Fr 24. / Sa 25. Sept 2021
Stadtrundgang: Wovon lebt die Musik?
Jeweils ca. 2 Stunden
Fr 15.00 / 17.00 Uhr, Sa 14.00 / 16.00 Uhr

Der Rundgang gibt spannende Einblicke in die Existenzgrundlagen der Zürcher Musikszene rund um die Gründungszeit der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. Erfahren Sie an bekannten und unbekannten Musikorten der Innenstadt, welche Rolle das Publikum, Unternehmer, die öffentliche Hand, Gesellschaften
oder Mäzene spielten.
Der Rundgang ist das Ergebnis eines Projekts von Musikwissenschafts-Studierenden der Universität Zürich.
Aufgrund des Schutzkonzepts melden Sie sich bitte an: events@tonhalle.ch (Betreff: Wovon lebt die Musik?)

Veranstalter: Musikwissenschaftliches Institut der Universität Zürich
In Zusammenarbeit mit der Tonhalle-Gesellschaft Zürich

Von 1895 bis 2021

Die Tonhalle am See erfuhr vier bauliche Zäsuren, deren Jahreszahlen in der Saison 2021/22 immer wieder als programmatische Leitgedanken aufblitzen. Ein Blick in die bewegte Geschichte des Gebäudes.

1895 – Ein «Kunsttempel» für Zürich

1895 war sie vollendet, die Neue Tonhalle am See. Mit ihr erhielt die Zürcher Bevölkerung einen «bleibenden Kunsttempel», der die Alte Tonhalle (den 1867 eingerichteten Konzertsaal im Kornhaus auf dem Sechseläutenplatz) ersetzte. Das 1868 gegründete Tonhalle-Orchester Zürich zog damit in ein prunkvolles Gebäude um, welches das stolze Selbstverständnis des Zürcher Bürgertums repräsentierte.

Mit Gebäuden wie der Neuen Tonhalle wollte sich Zürich damals zur modernen Grossstadt wandeln. Entsprechend beeindruckend sollte der Konzertbau als Teil der gerade neu entworfenen Quaianlagen von Bürkli (beim heutigen General-Guisan-Quai) sein. Als Architekten engagierte man deshalb die renommierten Wiener Fellner & Helmer, die wenig zuvor auch das Stadttheater Zürich, das heutige Opernhaus, gebaut hatten. Für die Tonhalle entwarfen sie einen noblen Gebäudekomplex, der dem Trocadéro in der Weltstadt Paris u.a. mit zwei hohen Türmen nachempfunden wurde.

Schon bei der Einweihung des Tonhalle-Saals, des Herzstücks des Zürcher Trocadéros, wurde die herausragende Akustik gelobt, die nach wie vor weltbekannt ist. Zum Eröffnungskonzert lud man den verehrten Johannes Brahms ein, der dabei eigene Werke dirigierte – und sich neben anderen Heroen der Musikgeschichte wie Beethoven im Deckengemälde bestaunen konnte.

1939 – Ein modernes Kongresshaus für die Landesausstellung

Zürich war mächtig stolz darauf, die Landesausstellung 1939 auszurichten, die ganz im Zeichen der geistigen Landesverteidigung stand, als Europa in die nächste Katastrophe lief.

Man verpflichtete die Schweizer Architekten Haefeli, Moser, Steiger, um ein modernes Kongresszentrum zu errichten. Dafür riss man das zunehmend als «alt» empfundene Trocadéro ab und ersetzte es durch ein Meisterwerk des modernen Bauens. Den Architekten gelang es, die beiden Tonhalle-Säle in einen Gebäudekomplex zu integrieren, der mit einem erweiterten Verständnis des Funktionalismus überzeugte: In die reine Zweckmässigkeit des Gebäudes flochten sie verschiedene ästhetische und dekorative Elemente ein. So spielte das Gebäude geschickt mit dem Kontrast zwischen Stadt und Natur, etwa mit einem Gartenhof, einem tropischen Wintergarten im Foyer oder einer auf den See weisenden Terrasse.

1985 – Ein Umbau im Zeichen der Erneuerung

In den nicht nur in Zürich turbulenten 1980er-Jahren modernisierte man die Tonhalle im damaligen Zeitstil und griff an verschiedenen Orten in die architektonische Substanz des Gebäudekomplexes ein. Deutlichstes Zeichen dafür war der Panoramasaal, eine mächtige Stahlkonstruktion, die man parallel zum See errichtete.

Auch sah man die Zeit gekommen, die in die Jahre gekommene Orgel von 1872, die bereits von der Alten Tonhalle auf dem Sechseläutenplatz in die Neue Tonhalle transferiert worden war, trotz ihres grossen historischen Werts durch ein neues Instrument zu ersetzen.

2021 – Geschichte und Gegenwart im Dialog

Von 2017 bis 2021 wurde die Tonhalle grundlegend renoviert. Die Zürcher Stimmbevölkerung hatte zuvor die Idee des Neubaus eines Kongresszentrums verworfen, der den Abriss des Baus von Haefeli, Moser, Steiger bedeutet hätte. Damit bekannte sie sich zum grossen und schützenswerten architektonischen Erbe.

Der Arbeitsgemeinschaft von Elisabeth und Martin Boesch, Diener & Diener sowie Conzett Bronzini Partner ist es mit dem Umbau im 21. Jahrhundert gelungen, einen Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart zu eröffnen. Die Grosse Tonhalle hat man aufwendig restauriert, indem man sich am Originalzustand von 1895 orientierte und dabei etwa die überwältigenden Farben des opulenten Saals wiederherstellte. Der frisch renovierte Gebäudekomplex erlaubt auch wieder einen direkten Zugang zum See- und Alpenpanorama mit einer grossen Terrasse und einem Restaurant. Auch künstlerisch wird der Austausch zwischen Geschichte und Gegenwart aufgegriffen – mitunter mit einer neuen Orgel im grossen Saal, die sich zugleich für das Repertoire der Eröffnungszeit als auch für zeitgenössische Musik eignet.

Unsere neue Orgel

Endlich ist sie hier, die neue Orgel von Orgelbauh Kuhn. Bevor sie im September 2021 eingeweiht wird, möchten wir sie in ein paar Zahlen und Fakten vorstellen. Die neue Orgel ist eine Hommage an den Klang der Tonhalle Zürich. Wir können es kaum erwarten, diesen Klang mit Ihnen einzuweihen und sie in zahlreichen Orgelkonzerten erklingen zu lassen.

Fakten zur Orgel

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