Auf den Spuren von Clara Haskil
Die Pianistin Magdalene Ho stellt sich dem Zürcher Publikum mit Werken von Liszt, Beethoven und Chopin vor.
2023 gewann die damals 19-jährige malaysische Pianistin Magdalene Ho beim Concours Clara Haskil in Vevey alles, was es zu gewinnen gab: den Hauptpreis, den Publikumspreis, den Preis der Nachwuchskritiker, den Childrens Corner Preis. Dazu kamen in der Folge eine ganze Reihe von Einladungen für Rezitale und Orchesterkonzerte.
Für Clara Haskil, die Namensgeberin des Wettbewerbs, war Vevey einst nicht Start-, sondern Fluchtpunkt. Geboren 1895 in Bukarest, hatte sie die Schweiz schon früh kennengelernt: erst bei Kuraufenthalten, später auf Konzertreisen. Nachdem sie 1942 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus ihrer Wahlheimat Frankreich fliehen musste, fand sie im Städtchen am Genfersee ein neues Zuhause. Und sie freundete sich mit einem weiteren berühmten Wahl-Veveysan an: mit Charlie Chaplin, der wegen ihr einen Steinway kaufte – damit sie bei ihren Besuchen auf einem guten Instrument spielen konnte. Von Vevey aus war der Weg in die Tonhalle Zürich nicht weit. Zwischen 1945 und ihrem Todesjahr 1960 spielte Clara Haskil hier in zehn Orchesterkonzerten und Rezitalen Werke von Beethoven, Chopin und ihrem Lieblingskomponisten Mozart. Die ersten beiden Namen stehen nun (neben jenem von Liszt) auch auf dem Programm von Magdalene Ho.
