Leila Josefowicz (Foto: Tom Zimberoff)
Radio SRF 2

«Sonic Matter» im Konzertsaal

In dieser Konzertaufzeichnung spielen das Tonhalle-Orchester Zürich und die Geigerin Leila Josefowicz unter der Leitung von Pierre-André Valade.

Im Zentrum des Programms steht das 2005 entstandene Violinkonzert «Concentric Paths» unseres Creative Chair Thomas Adès. Es sei «vielleicht das bedeutendste Violinkonzert des Jahrhunderts bisher», schrieb ein Kritiker nach einer «atemberaubenden Aufführung» im Jahr 2016; als Solistin stand damals Leila Josefowicz auf der Bühne, die das Werk nun auch in Zürich spielt.

Dazu sind zwei Werke von Komponistinnen zu entdecken: Hannah Kendall, die als Britin guyanischer Herkunft heute in New York lebt, sucht in ihrer Musik eine Klangwelt «zwischen ‹Afro› und ‹Euro›», wie sie einmal gesagt hat. Auch die Werke der in Berlin lebenden Südkoreanerin Unsuk Chin verraten verschiedenste Einflüsse – aber vor allem eine ganz eigene Art, damit umzugehen. Sie fühle sich «niemals zugehörig», sagte sie einst in einem Interview: eine unbequeme, aber in kreativer Hinsicht höchst ergiebige Haltung.

Hier anhören

Tonhalle-Orchester Zürich
Pierre-André Valade
Leitung
Leila Josefowicz Violine

Hannah Kendall «O Flower of Fire» – Schweizer Erstaufführung
Thomas Adès Violinkonzert «Concentric Paths» op. 23
Unsuk Chin «Alaraph - ‹Ritus des Herzschlags›»

Konzertaufzeichnung vom 20. Februar 2026, Tonhalle Zürich

Das Konzert steht bis 60 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

veröffentlicht: 26.03.2026