classic meets art: Shedhalle x Tonhalle-Orchester Zürich
Zum dritten Mal in Folge sind wir beim Zurich Art Weekend (ZAW) zu Gast. Diesmal mit der allerersten Ausgabe von «classic meets art» in der Shedhalle.
Im Juni 2024 haben wir mit Kurzkonzerten und Einführungen die grosse Freitreppe im Foyer des Zürcher Kunsthauses in eine Tribüne für das Publikum verwandelt. Auf die farbenfrohen Quilts von Faith Ringgold haben wir mit Musik reagiert, die wie die Werke der afroamerikanischen Künstlerin von der Harlem Renaissance inspiriert wurde – Florence B. Price, William Grant Still und Harry T. Burleigh.
Im Juni 2025 haben sich Music Director Paavo Järvi und der Künstler Jeffrey Gibson zum Interdisciplinary Talk im Löwenbräukunst-Areal / schwarzescafé getroffen. Es entstand ein unterhaltsam-freundschaftlicher Austausch über den Umgang mit Publikumserwartungen und die Frage, wie Kunst entsteht – und wie lange sie besteht.
Am 14. Juni 2026 sind wir Teil des closing events des ZAW und spannen erstmals mit der Shedhalle Zürich zusammen, einem hochkreativen und relativ jungen Kunstort auf dem Gelände der Roten Fabrik. Diese wiederum wurde in den 1890er-Jahren erbaut – also zur gleichen Zeit wie die (neue) Zürcher Tonhalle.
Das Nachdenken über Gemeinsamkeiten von verschiedenen Kunstformen ist die Ausgangsbasis von «classic meets art» – dem Format, bei dem unsere Orchestermusiker*innen mit Kammermusik ausfliegen und direkt in Ausstellungsräumen spielen. Wenn es der Raum zulässt, gestalten wir den Dialog als Parcours. Musiker*innen und Publikum bewegen sich mit den gespielten Werken von Station zu Station, begleitet von kurzen Moderationen zur Ausstellung und zur Musik.
Die aktuelle Ausstellung in der Shedhalle heisst «Aaaand… Scene / Und… Szene» und zeigt sogenannte Re-Props von 13 Künstler*innen. Der Begriff stammt aus der Theater- und Filmproduktion und bezeichnet wiederverwendbare Bühnenelemente, die in unterschiedlichen Szenen erneut eingesetzt werden. Wände, Sockel, Bänke und andere Installationen sind sowohl Kunstwerke als auch architektonische Rahmen – und sie befinden sich im Wandel. Sie werden über mehrere Jahre hinweg Teil des Programms bleiben, in verschiedenen Ausstellungen wieder auftauchen und sich jeweils an neue künstlerische Kontexte und räumliche Konfigurationen anpassen.
Auf dieses Setting und diese Ideen reagiert das musikalische Programm mit Kompositionen und Werkausschnitten von Anna Thorvaldsdottir, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Ernst von Dohnányi. Welchen Einfluss hat eine neue Bühne auf Werke, die wir schon lange kennen? Beginnt ein Kunstwerk erst auf der Bühne? Und wie stellt man Komponist*innen auf einen Bühnensockel?
Peter McGuire Violine
Antonia Siegers-Reid Viola
Ioana Geangalau-Donoukaras Violoncello
Laura Amann Marín Kuratorin
Jen Kratochvil Kurator
Ulrike Thiele Moderation
Adresse: Shedhalle, Seestrasse 395, 8038 Zürich
Dauer: 1 Stunde
Sprache: Englisch
Freier Eintritt
RSVP: www.eventbrite.ch
Zurich Art Weekend
Der Abend geht ab 19.30 Uhr mit DJ-Sets von Oz für Afterthoughts & Dance Backroom «Acts of Kindness» weiter.
Speisen und Getränke sind während der gesamten Veranstaltung erhältlich.
