Beethoven-Zyklus I+II und Buchbinders «Diabelli Project»

Nach ihrer ersten Tournee mit dem kompletten Zyklus der sechzehn Beethoven-Quartette im Gepäck fühlten sich die Mitglieder des Belcea Quartets «dizzy»: Beethovens Schaffen, das sich in besonderer Weise für solche Marathon-Konzertreihen eignet, berauscht auch noch 250 Jahre nach seiner Geburt. Die 16 Streichquartette, die 32 Klaviersonaten, die 9 Sinfonien – oder im kleinen z. B. die «33 Veränderungen über einen Walzer von Diabelli» – bestehen aus höchst eigenwilligen Solitären, die die Grenzen ihrer Gattung vielerorts so sprengen, dass noch heute die Detonationswellen zu spüren sind. Im Verbund vereinen sie sich zu einem Kompendium ihrer Gattung, dessen Vielseitigkeit, Tiefe und Wirkmächtigkeit einfach nur verblüfft. Demgemäss teilen sich das Belcea Quartet und das Quatuor Ebène am Ende dieses vielfach vereitelten Beethoven-Jubiläumsjahres den Streichquartett-Zyklus unter sich auf, und Rudolf Buchbinder bringt sein um elf Auftragskompositionen erweitertes «Diabelli Project» in die Tonhalle Maag. Nützen Sie die Gelegenheit und berauschen Sie sich!

veröffentlicht: 08.10.2020