01.

DEZ SO

Kammermusik um 5 mit Mitgliedern des TOZ

George-Cosmin Banica Violine
Jaewon Kim Violine
Gilad Karni Viola
Sasha Neustroev Violoncello
Franz Schubert Quartettsatz c-Moll D 703 op. posthum (Streichquartett Nr. 12)
Streichquartett Nr. 14 d-Moll op. posth. D 810 "Der Tod und das Mädchen"
Beginn 17H

Preise CHF 25, unnummeriert

Café um 4

Beginn 16H Johanneskirche am Limmatplatz
mit TOZ-Musikerinnen und -Musikern

Kammermusik um 5 (Foto: Frederic Meyer)
Spiel mir das Lied vom Tod, musste man Franz Schubert nicht zweimal sagen. Denn Sterben, Trauer und Einsamkeit begleiteten den Wiener ohnehin auf Schritt und Tritt. Als er sein Streichquartett «Der Tod und das Mädchen» komponierte, befand er sich in der vielleicht schwierigsten Phase seines Lebens. Vor ihm der Scherbenhaufen seiner Pläne, sich in Wien wie einst Mozart als Opernkomponist zu etablieren – und der noch grössere Scherbenhaufen seiner Gesundheit mit akuter Syphilis und Neurasthenie, einer Form von Depression. Das unbarmherzige Schicksal drückte dem Scherzo des Quartetts seinen Stempel auf und grundierte alle vier Sätze in Moll. Und doch ist der Tod hier kein «wilder Mann». «Sollst sanft in meinen Armen schlafen», verspricht er dem Mädchen. Die öffentliche Uraufführung in Berlin erlebte Franz Schubert nicht. Neben dem Mädchen hatte der Tod auch den jungen Mann umarmt.
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